Sonntag, 27. Mai 2012

Fishing for complications

Ein kulinarischer Kreativitäts-, Flexibilitäts- und Originalitätspreis (leider mit null Euro dotiert; aber es gibt ja zumindest hier Ruhm und grüne Ähre - es sei denn, man findet das Folgende auch ein wenig albern, die Gastrokritikerin ist noch hin- und hergerissen...) geht an das kleine, französische Restaurant "Bardeau" in der Schöneberger Nollendorfstraße. Es löste eine interessante Aufgabenstellung, die eigentlich so ernst gar nicht gemeint war.

Hintergrund: Eine Freundin hatte zu einem Abendessen im kleinen Kreise eingeladen und eine Menüfolge bestellt. Für die Autorin dieses Blogs erbat sie eine Extranichtwurst. Am einfachsten und auch lecker wäre die vegetarische Variante gewesen. Aber nein, der Piscetarierin wollte die Gastgeberin Luxus kredenzen: So sprach sie. Und es ward Fisch. Nicht allerdings ohne ihren Hinweis, dass diese schwierige Person, die es zu bewirten galt, Fisch eigentlich nur dann gerne esse, wenn er "sie nicht mehr anschaue" [Anm. d. Red.: Das stimmt]. Diese Hürde nahm das Restaurant wörtlich und mit diesem Ergebnis:

Das fischt mich nicht an.
Die Skulptur ergab Dorade an Spargel und anderen Leckerlis; Kopf und Schwanz bzw. Flossen waren abgetrennt und auf dekorative, bildnerische Weise (das Lokal versteht sich auch als Kunstgalerie) mit in Form gebackener Blätterteigpastete und Zitrone ergänzt. Woraus das "Auge" war, ließ sich nicht herausfinden.
Nach dem ersten Lachen lautete das einhellige Urteil: Niedlich! Aber guckt er jetzt nicht erst recht um Gnade flehend? Ach was, das Knopfauge ist ja nicht echt, da kann man sich prima in die inkonsequente Tasche lügen. Hach. Toll!

Kommentare:

athaba hat gesagt…

Hihi...geil angerichtet. *lach*

Hunger hätte ich dann nicht mehr - der hat echt so traurige Augen.

Sollte ich mich dann doch für den Verzehr entscheiden, hätte ich wohl erst recht Hunger - viel zu mager die Portion. ;)

Efeu hat gesagt…

@athaba: Waren ja insgesamt 4 Gänge, nix mit mager. ;-)

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