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Sonntag, 1. Januar 2012

Guckidaaa, 2012! / Ergebnisse der Umfrage 5: "Welche Rolle spielt für euch Weihnachten?"

Zunächst einmal allen Grünzeuch-LeserInnen ein gutes, gesundes, glückliches, genehmes, gelungenes, goiles, geniales und vor allem grünes 2012! Nehmt euch Zeit für wirklich Wichtiges. Dazu braucht ihr keine besinnliche Jahreswende. Und prost Neujahr! Stoßt mit was Grünem an! Von Grüntee über Pfefferminzlikör oder Berliner Weiße mit Waldmeistersirup bis Absinth ist alles erlaubt.


(Sorry für den fetten Rahmen, eine Sache des Copyrights.)

... und dann war da noch:

Zum Jahresende wollte die Grünzeuch-Redaktion die Haltung der LeserInnen zum W[zensiert]-Fest wissen. 17 Blog-Besucherinnen und -Besucher nahmen an der Umfrage teil und stimmten eifrig zwischen verschiedenen Einstellungen zum W-Dings ab. Ihnen gilt ein herzlicher, leuchtgrüner Dank! (Es hätten bei so vielen Klicks aber ruhig auch von ein paar mehr Leuten Kreuzchen gemacht werden dürfen. Umfragen beißen nicht und sind anonym!) Welche Rolle spielt also Wwwwww... für die Leserschaft? Da das Verhältnis zwischen Mensch und Tanne manchmal ambivalent ist, waren Mehrfachantworten möglich.

Antworten:

01. "Die schönste Zeit des Jahres!"
0 Befragte 

02. "Für mich: keine. Für den Rest der Welt: eine zu große."
2 Befragte (11 Prozent)

03. "Naja, muss man durch..."
5 Befragte (29 Prozent)

04. "In erster Line Stress!"
1 Befragte/r (5 Prozent)

05. "Der Konsumterror und die Erwartungshaltungen sind abartig, der Rest ist nett."
7 Befragte (41 Prozent)

06. "Eine Gelegenheit für Zusammentreffen, Ruhe, Einkehr, Schenken und Gemütlichkeit."
9 Befragte (52 Prozent)

07. "Ich hab frei. :-)"
6 Befragte (35 Prozent)

08. "Fressen und saufen."
4 Befragte (23 Prozent)

09. "Glühwein, Maronen und Lebkuchen."
7 Befragte (41 Prozent)

10. "Verlogenheit, Enttäuschung und Streit."
0 Befragte

11. "Neben Ostern das wichtigste christliche Fest - hallo, Jesus wurde geboren!?"
5 Befragte (29 Prozent)

12. "Ich kriege Wünsche erfüllt."
0 Befragte

13. "Ich krich grüne Ekelpickel!"
2 Befragte (11 Prozent)


Was lernt uns dem?

Auch wenn die zwei solidarischen Antworten für grüne Ekelpickel es vermuten lassen würden: Das Efeu betont übrigens, dass es selbst an der Umfrage nicht teilgenommen hat. Das hätte doch die wahnsinnige Repräsentativität und den hohen wissenschaftlich-statistischen Anspruch gefährdet. ;-)

Deutlich wird: Positives und vor allem Leckeres überwiegt! Die meisten Stimmen entfielen auf Antworten, die sich um Schönes, gutes Zwischenmenschliches sowie Kulinarisches drehten. Wenn man "fressen und saufen" nun wertfrei miteinbezieht.

Die höchste Zustimmung erhielten jedenfalls Feststellungen wie "Der Konsumterror und die Erwartungshaltungen sind abartig, der Rest ist nett" und "Eine Gelegenheit für Zusammentreffen, Ruhe, Einkehr, Schenken und Gemütlichkeit", wobei wohl auch Schulterzucken, Resignation und Pragmatismus ("Naja, muss man durch" und "Ich hab frei") eine Rolle spielen.

Erstaunlicherweise erhielt die oft verlautende Kritik bzw. Skepsis, das W-Dings sei nur verlogen, geheuchelt und bedeute Streit, keinerlei Zustimmung. Nun kann spekuliert werden, ob die wahren Einstellungen im Inneren anders aussehen und hier die Anonymität sie zutage förderte; oder ob das unkrautige Grünblog von solchen Gebeutelten nicht (oder nicht im Umfragezeitraum) besucht wurde; oder ob diejenigen, die es betraf, in so negativen Gefühlen durch den Dezember waberten, dass sie nicht einmal abzustimmen vermochten bzw. bei etwas, das sich um W-Dings drehte, gar nicht erst hinlesen wollten.

Interessant ist auch, dass niemand Wünsche erfüllt bekommt. Arme Leserschaft! Eiii, eiii! (Ach nee, das ist Ostern.) Vielleicht hätte die Aussage auch mehr Klicks erhalten, wenn sie "Ich kriege Geschenke" statt "Ich kriege Wünsche erfüllt" gelautet hätte. Zumal das sogenannte Schrottwichteln dem Hörensagen nach in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch verzeichnet - was soziologisch wie psychologisch zu analysieren wäre und was auf tiefe Enttäuschungen einer materiellen Welt hindeutet. Wobei die Autorin darauf hinweisen möchte, dass man in Berlin eigentlich "Julklapp" sagt statt "Wichteln", warum auch immer wir hier so schwedophil sind.

Das Grünzeuch wünscht allen Bloggästen genug Glühwein, Maronen und Lebkuchen (auch noch nach W... W.... Www-nadingshalt, da es diese Leckerli einfach gemütlich-winterlich findet) und einen schönen, gesunden restlichen Winter!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Umfrage über W-Dings

ES. ES ist wieder im Anflug und breitet seine Schwingen über uns aus. Nein, gemeint ist mit ES nicht das Merkozy (das es ja nicht einmal zum Wort des Jahres 2011 geschafft hat! Schwächlingmonster! Von wegen kerneuropäische Stärke!). Gemeint ist damit das W, das W, das W... Wwwww... na, W-Dings eben. Das, dessen Name nicht genannt werden darf.
Abgestimmt werden darf aber darüber. Hier im unkrautigen Blog. Nur wenige Tage. Rechts oben in der inzwischen fünften Grünzeuch-Umfrage, die längst fällig war. Ganz anonym: und hepp! Viel Spaß beim Abreagieren!

Über ihrer grenzenlosen Begeisterung sollten die geschätzten LeserInnen bzw. KlickerInnen allerdings nicht vergessen, ihren Mitwirkungspflichten auch im letzten Beitrag "Dichtungsring" nachzukommen und sich auch dort (via Kommentarfunktion) einzubringen. Bisschen das Hirn aushängen und kreativ sein schadet und schändet nicht, speziell zur Zeit der Herrschaft von IHM, dem W-Dings.
Also: unten reimen, rechts abstimmen, Samstag durchdrehen. Go!

Donnerstag, 1. Juli 2010

Ergebnisse der Umfrage 4: "Deutschland sucht den Superbundespräsidenten (w/m): Wenn 'das Volk' es entscheiden dürfte, wer sollte neue/r BP werden?"

Habemus papam: Weißer Rauch stieg nicht auf, als gestern abend nach gut neun Stunden Wahlmarathon und einem dritten Wahlgang um 21.12 Uhr die Farce beendet war und das Wülffchen als neuer Bundespräsident feststand. Zu wackelig war das Ganze gewesen und zu absurd abgelaufen. Dennoch feiern sich Wulff- wie Gauck-Anhänger beide als Sieger (Jochimsen-Anhänger als Trotzkis und Rennicke-Anhänger einfach als Deutsche) - und die Mitglieder der Bundesversammlung, die nicht verhungert, verdurstet oder einfach umgefallen sind, sich als Kämpfer im Dienste des Volkes.

Nebenbei hat die Medienöffentlichkeit einen neuen Star: Er heißt Norbert Lammert und wäre auch lieber Bundespräsident als Bundestagspräsident, unterhaltsam ist er aber. Blogosphäre, Twitteromania, Facebookstaat und andere Bekloppte verlangen sogar nach einer Fernsehsendung für ihn. Solange alle noch gut lachen haben, ist die Politik in Deutschland offenbar noch ganz okay.

Berlins neue Edel-U-Bahn-Linie 55, sogenannte "Kanzler-U-Bahn", die mit (bisher) bombastischen 1,8 km Länge über immerhin 3 Bahnhöfe verfügt und damit u.a. den Hauptbahnhof mit dem Bundestag verbindet, glänzte noch bis spät in die Nacht mit einer Laufschrift unter den normalen "nächster Zug in xy Minuten"-Anzeigen: "Wir begrüßen die Mitglieder der Bundesversammlung herzlich zur Wahl des Bundespräsidenten in Berlin!" - Wenn das nicht Glamour ist!

Und entsprechend glamourös war das Ganze wahrlich. Inhaltlich wie formal.
Damit keiner umkippte, musste Lammert "mit dem Protokoll brechen" und das inzwischen eingetrocknete und mehrfach ausgewechselte, wartende Buffet "schon" gegen 19:30 Uhr und damit vor dem Ergebnis eröffnen. Gerüchtehalber erschwitzten die Wahlmänner und -frauen mangels Klimaanlage und mussten zwischendrin aufs Klo gehen, wenn sie kaltes Wasser trinken wollten. Da soll noch einer sagen, das arme Berlin vernachlässige seine Bürger, aber protze und klotze, wenn es um Politiker gehe. Die werden auch nicht nur verhätschelt. Sollen ruhig mal sehen, wie es so ist in Berlin, sobald man die U55 verlässt!

Neben Protokoll, Prototypkoller, Wahl, Qual, rechnen, zechen, Moderation, Modder-Aktion, Linkspartei-Farce, Linkspartei-(über-)interpretier-Farce, Lammert-Präsentationen und dem neuen BuPrä ergab der gestrige Tag aber noch ein totales Highlight: Die Grünzeuch-Umfrage endete punktgenau. Die Ergebnisse will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

(im Bild: Auch Christian Wulff mag Grünzeug.)

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Die 4. Umfrage war wieder ein Meinungsbarometer. Da die Inhabitanten dieses schönen Landes sich ja immer gerne ereifern, dass sie nie nach ihrer Meinung gefragt werden, nicht einmal, wenn es um einen Repräsentanten gehen soll, der "die Deutschen" verstehen und darstellen soll und daher idealiter volksnah ist, hatte es hier einen Aufruf für Vorschläge gegeben. Daraufhin folgte die Frage:

"Deutschland sucht den Superbundespräsidenten (w/m): Wenn 'das Volk' es entscheiden dürfte, wer sollte neue/r BP werden?"

Es waren Mehrfachantworten möglich - zur Ermittelung aller Potenziale für das kleinste Übel. Das war aber offenbar nicht jedem/r Teilnehmenden klar.

Teilgenommen haben an dieser wieder einmal totaaaal ernstgemeinten und seriösen Befragung nur 14 Leute (die Studienleiterin natürlich nicht, das wäre verzerrend gewesen). Angesichts der enormen Besuchszahlen auf dem Blog während der Laufzeit fragt sich die grüne Forschungsgruppe da durchaus: Ist es zu anstrengend, zwei Klicks zu machen? Oder wird immer nur nach Meinungsteilhabe gekräht, aber dann will man doch lieber keine Meinung äußern, nichtmal anonym? Wenn nur knapp jede/r zehnte Leser/in auch die Umfrage beantwortet? Und jetzt kommt mir nicht mit: "Da fehlten die Optionen 'Wir brauchen keinen Bundespräsidenten' oder 'Jemand ganz Anderes, der nicht auf der Liste stand'!" - Es bestand vorher genug Möglichkeit, Vorschläge zu machen (und wurde nur mäßig genutzt), und das Politsystemändern stand erstmal nicht zur Debatte. Vermutlich hätten bei einer solchen Option alle "Weiß nicht" oder "Brauchenwa nich" angekreuzt. Nicht sehr hilfreich bei einem Wahlmeinungsbild. Und die Mirdochejaaal-Einstellung zu unterstützen war nicht Sinn der Umfrage. Allen Teilnehmenden ein umso herzlicheres Danke!

Doch nun die Antworten:

1. "Och, der Wulff im Staatspelz ist doch 'ne ganz passable Idee."
0 Befragte

2. "Och, der zählen könnende Gauckler ist doch 'ne ganz passable Idee."
2 Befragte, 14 Prozent

3. "Och, die Luc Skywalker-Jochimsen ist doch 'ne ganz passable Idee."
0 Befragte

4. "Ich fand Zensursula von der Leyharbeit 'ne 1A Idee und weiß null, warum man davon abgerückt ist."
2 Befragte, 14 Prozent

5. "Stefan Raab, aber auch nur, weil Lena Meyer-Landrut noch nicht 40 ist!"
0 Befragte

6. "Dieter Bohlen, das gibt wenigstens geile Sprüche bei den Reden."
1 Befragte/r, 7 Prozent

7. "Joschka Fischer, der war mal beliebt und hat schon lange nix mehr gesagt."
2 Befragte, 14 Prozent

8. "Das Merkel. Da man Ämter ja nicht häufen soll, kann dann jemand Fähiges auf den KanzlerInnen-Job nachrücken."
1 Befragte/r, 7 Prozent

9. "Stoiber, das wäre wenigstens witzig! Lübke lebt!"
2 Befragte, 14 Prozent

10. "Guildo Horn, der Einfachkeit halber, weil er mit bürgerlichem Namen Horst Köhler heißt."
2 Befragte, 14 Prozent

11. "Ein/e Weizsäcker, das hatten wir lange nicht mehr."
2 Befragte, 14 Prozent

12. "Beckenbauer, dann hättenwa endlich wieder 'n Kaiser!"
3 Befragte, 21 Prozent

13. "Margot Käßmann, das gibt uns christlich-abendländische Kultur, Trinkkultur und Ehrlichkeit – und ihr sicherheitshalber einen Chauffeur."
0 Befragte

14. "Jogi Löw, sieht immer adrett aus und ist Schwabe, der spart sicher gut... wobei, warten wir die Fußball-WM ab, ich weiß noch nicht, ob ich den dann noch mag."
1 Befragte/r, 7 Prozent

15. "Matthias Richling, der kann alle(s)."
0 Befragte

16. "Heiner Geißler, für mehr Würde UND Ironie-Süffisanz im Amt."
3 Befragte, 21 Prozent

17. "Chrille Ströbele, für mehr Originalität im Amt. Ich bin auch gespannt auf das Dienst-Fahrrad mit Chauffeur."
2 Befragte, 14 Prozent

18. "Irgend'ne Frau..."
0 Befragte

19. "Genschman. Weiß nicht wieso, aber der soll doch so beliebt und toll sein."
0 Befragte

20. "Schäuble, auf dem Posten kann er nix mehr anrichten!"
1 Befragte/r, 7 Prozent

21. "Schwesterwelle, auf dem Posten kann er nix mehr anrichten!"
0 Befragte

22. "Sabine Christiansen, die kennt das Business."
0 Befragte

23. "Eva Herman, die kennt die Gesellschaft, v.a. die Frauen."
0 Befragte

24. "Was ist eigentlich mit Gesine Schwan??"
1 Befragte/r, 7 Prozent

(n=14)

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Mögliche Interpretationen der Ergebnisse:

I.) Von den tatsächlich zur Wahl stehenden (ernsthaften) Kandidaten befürworteten die Grünzeuch-LeserInnen höchstens Joachim Gauck. Das deckt sich mit anderen Umfragen im Land.

II.) Die Auswahl war offenbar zu groß für deutliche Meinungsbilder. Der Deutsche will nicht so viel abwägen. Vielleicht ist dies auch ein Grund für die geringe Mitwirkung. Möglicherweise haben v.a. viele Ostdeutsche die Umfrage gelesen - und waren dann aus alter Erfahrung überfordert vom reichhaltigen Angebot und haben das Teilnehmen bleibenlassen. Dies ließe den Schluss zu, dass die tatsächliche Politlandschaft der Bundesrepublik (nicht nur bei BP-Wahlen, sondern auch bzgl. Parteien etc.) entgegen landläufiger Meinung eigentlich sehr "ossifreundlich" ist.

III.) Franz Beckenbauer und Heiner Geißler sind die knappen Gewinner.

IV.) Vorschläge, die zuvor direkt aus der Leserschaft kamen, erzielten teils null Stimmen. Manche Menschen ändern also vielleicht häufig ihre Meinung, sind zu faul zum Abstimmen oder aber trauten dann ihrer eigenen Satire doch nicht mehr über den Weg.

V.) Wahllosigkeit aus einer dogmatischen statt inhaltlichen Haltung heraus herrscht offenbar nicht: "Irgend'ne Frau" war dann doch allen zu schwammig. Inhalte siegen, daher wohl auch die Stimmabgabe für Kaiser Franz oder Guildo Horn.

VI.) Retro-Weiber sowie Retro-Gesellschaftsbilderrepräsentanten und Helden von gestern sind out (mit Ausnahme von Joschka Fischer und Ursel von der Leyen, warum auch immer).

VII.) Kurzfristige Trends trügen: Der direkt nach Hotte Köhlers Rücktritt erschallte Ruf nach Kirchenfrau Käßmann oder der Raab-Lena-Connection erstreckt sich offenbar nicht auf die Grünzeuch-Leserschaft.

VIII.) Guido W. ist doch nicht so schlimm. Oder aber so schlimm, dass ihm zugetraut wird, sogar als (recht einflussloser) Bundespräsident noch was kaputtmachen zu können.

Um weitere Analyse-Vorschläge oder aber eine Diskussion der obigen Analyse wird grünlichst gebeten!

Samstag, 6. März 2010

Ergebnisse der Umfrage 3: "Braucht der Mensch Fasching/Karneval?"

Sagenhafte 11 Personen haben sich an der Meinungsumfrage beteiligt, ob der Mensch Fasching/Karneval brauche. Das deutet schon auf ein erstes Fazit hin: Den meisten Menschen geht das Thema am Allerwertesten vorbei. Und das, obwohl sie hier so qualifiziert und differenziert (es waren sogar Mehrfach-Antworten pro Studienteilnehmer möglich) ihre Einstellung kundtun konnten. Da die meisten Gruenzeuch-LeserInnen aus dem Großraum Berlin stammen, ist auch die Vermutung zulässig, dass das Desinteresse, wie im Eintrag vom 16.2.2010 behauptet und als Forschungshypothese dieser Umfrage zugrunde liegend, auch lokaler/regionaler Natur ist.

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Die Frage war diesmal eine Meinungsfrage: Ob der Mensch Fasching/Karneval brauche?
Mehrfachnennungen waren möglich.

Antworten:

1. "Iiiih, nee! Ich krich grüne Ekelpickel!"
3 Befragte, 27 Prozent

2. "Ja, geil! 1x im Jahr endlich hemmungslos danebenbenehmen ohne Sanktionen!"
4 Befragte, 36 Prozent

3. "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich gänzlich ungeniert."
4 Befragte, 36 Prozent

4. "Wozu? Ich verkleid mich auch ohne diesen Quatsch gerne."
0 Befragte

5. "Ist nicht das ganze Leben eine einzige Maskerade?"
3 Befragte, 27 Prozent

6. "'Well, isn't the whole life a test of the audience?'®©™"
2 Befragte, 18 Prozent

7. "Nur den Maskenball in Venedig, den Karneval in Rio und den Karneval der Kulturen in Kreuzberg!"
2 Befragte/r, 18 Prozent

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Eine differenziertere Auswertung lässt folgende Schlüsse zu:

I) Ablehnung und Zustimmung halten sich etwa die Waage. Die Gründe werden nur vage klar.
II) Es haben sich offenbar auch Rheinländer oder/und rheinisch Dekultivierte, ihren Wurzeln Entrissene, von der Obrigkeitsmeinung oder gar ausgeübtem Druck Beeinflusste an der Umfrage beteiligt.
III) Gerne verkleiden an sich ist ein seltenes Hobby.
IV) Manche Menschen verehren Hape Kerkeling. Der Leiterin dieser Studie läge dies natürlich fern.
V) Das Thema Fasching/Karneval scheint einerseits unpopulär, andererseits von Angst geprägt zu sein. Viele trauen sich nicht, sich dazu zu äußern, geschweige denn ehrlich.
VI) Danebenbenehmen hat Konjunktur, ob mit oder ohne Anlass.
VII) Antihaltung und Akne hängen zusammen.
VIII) Das narrenkappenfreie Interesse an Weltkultur und ihren Festen scheint ebenso gering zu sein wie an multikulturellem Berliner Lokalkolorit: Der KdK kann einpacken.

Um weitere Interpretationen und Analysen wird gebeten.

Montag, 4. Januar 2010

Ergebnisse der Umfrage 2: "Heißt es 'das Blog (Weblog)' oder 'der Blog (Weblog)'?"

Zum zweiten Mal gab es beim Grünzeuch eine gesellschaftlich, (welt-)politisch, erkenntnistheoretisch und tiefenpsychologisch umwerfend wichtige Umfrage zu einem brennenden Top-Thema unserer Zeit. Diesmal ging die Meinungsstudie in Richtung Wissensfrage, war aber auch ideologisch und idealistisch verbrämt. Unfassliche 16 Personen bildeten die absolut repräsentative Stichprobe (also wenn das nicht Ansporn ist, beim nächsten Mal NOCH zahlreicher mitzumachen, um die dringenden Fragen der Gegenwart zu klären!).

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Die Frage war diesmal, ob es der oder das Blog/Weblog heißen müsse.

Antworten:

1. "Das Blog! Deutsch: das Online-Tagebuch, Notizbuch, Logbuch, Magazin, Journal, Forum etc."
6 Befragte, 37 Prozent

2. "Der Blog! Deutsch: der Gedankenaustausch, Artikel, Aufsatz, Thread/Faden, Onlinezeitvertreib, Netzwahnsinn etc."
6 Befragte, 37 Prozent

3. "Laut Duden ist beides gleichwertig. Der Duden lügt nie. Der Duden ist die Bibel des modernen Menschen."
1 Befragte/r, 6 Prozent

4. "Die Blog! Heißt ja schließlich auch die Burg, die Borg, debug und DiBa!"
3 Befragte, 18 Prozent.

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Abgesehen davon, dass es ungemein befriedigend sein muss, als Einzelperson sich "sechs Prozent" nennen zu können, zeigt sich hier doch ein deutlicher Trend: Die Mediengesellschaft ist unschlüssig in Bezug auf die relevanten Medienphänomene ihrer Zeit. Es konnte schockierenderweise keine deutliche Mehrheitsansicht gefunden werden!

Womöglich ist das auch Indiz dafür, dass Antwort 3 richtig ist. Nichtsdestotrotz wird die Grünzeuch-Redaktion dazu übergehen - sofern nicht bisweilen die modernste Fassung in der femininen Form gebraucht wird, einfach um den Duden zu ärgern -, die sächliche Form zu verwenden. Eine Wahl, die selbstverständlich auf die Formulierung der Anwortmöglichkeiten in dieser absolut objektiven und wissenschaftlichen Umfrage nicht Einfluss genommen hat.

Wirken Sie auch nächstes Mal wieder mit, wenn oben rechts im Blog Ihre Meinung erbeten wird! Dabei sein ist alles! Man wird ja sonst viel zu selten nach seiner Meinung gefragt.

Montag, 7. Dezember 2009

Ergebnisse der Umfrage 1: "Ist es gut, dass Efeu jetzt bloggt?"

Vielen Dank für die engagierte, zahlreiche und illustre Teilnahme an der Eröffnungsumfrage! Da ich Umfragen liebe, wird es nicht die letzte gewesen sein...
Und damit das Ganze inkl. eures wahnsinnig arbeits- und zeitaufwendigen Mitwirkens nicht ohne Echo und Verwertung verpufft, sollt ihr auch immer die Ergebnisse erfahren, für die Nachwelt konserviert:

***

Die Frage war: "Ist es gut, dass Efeu jetzt bloggt?"

Antworten:

1. "Toll! Freu mich! Noch spannender als der KiKa-Sendeschluss!"
11 Befragte, 64 Prozent

2. "Manchmal is mir sehr langweilig, dann les ich mal rein."
3 Befragte, 17 Prozent

3. "Mir doch wumpe."
2 Befragte, 11 Prozent

4. "Hat die nix Besseres zu tun?"
0 Befragte

5. "Ohgott! Da leuchtet bei mir die grüne Alarmlampe auf!"
1 Befragter, 5 Prozent.

***

Eigentlich geht es bei Befragungen ja immer v.a. um die Auswertung. Dank der klassischen, sozialwissenschaftsmethodologisch sehr beliebten 5er-Skala und einer enormen Stichprobe von n=17 sind die Aussagen garantiert als absolut fraglos repräsentativ einzustufen. ;-) Andererseits hab ich grad keine Lust.

Zwei Anmerkungen nur noch:

I) Eine Person brach die Anonymität der Studie, indem sie der Abteilung Meinungsforschung des Grünzeuch-Mediendienstes mitteilte, dass sie die Antworten missverstanden und somit die Studie verzerrt habe - denn sie habe die fünfte Antwort in der irrtümlichen Annahme gegeben, das sei die Doppelplus-Antwort, schließlich sei eine grüne Alarmlampe doch etwas Positives. Ehe die Leiterin der Studie nun die wohlmeinende "Schleimer!"-Kelle rausholt, weist sie darauf hin: Solche Verzerrungen sind bei Befragungen aller Art normal und einkalkuliert, also keine Sorge oder Reue! Auch wäre ein solches Ergebnis ohne wenigstens einmal Antwort 5 auch unglaubwürdig gewesen. Also danke für die Credibility.

II) Den 64 Prozent der Teilnehmer ist mitzuteilen: Bernd das Brot wird das sicher hart treffen! Nicht, dass es seine Laune oder seine Misanthropie noch verschlimmern würde. Wie auch.

So, und nun hopp hopp, weitermachen, die nächste Umfrage wartet auf euch (rechts oben)! Diesmal zu einem noch viel relevanteren Thema. ;-)
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